30.07.2026
Wie funktioniert eigentlich die Wehebachtalsperre?
Sie ist die drittgrößte Talsperre des Nordeifelraumes und wichtig für die Trinkwasserversorgung der Region. Mitglieder des Freundeskreises unserer Zeitung können einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen.
Sie ist 45 Meter hoch, 435 Meter lang und hat ein Gesamtstauvolumen von unglaublichen 21,5 Millionen Kubikmetern: die Wehebachtalsperre zwischen Hürtgenwald im Kreis Düren und Stolberg in der Städteregion. Doch wie kam es überhaupt zum Bau der Talsperre? Welche Aufgaben hat sie genau? Welche Rolle übernimmt sie mit Blick auf die Wasserversorgung der Region? Und was wird unternommen, um sie standsicher zu halten? Interessante Fragen, auf die es bei unserer exklusiven Freundeskreis-Führung am Mittwoch, 12. August, durch die Wehebachtalsperre und ihre technischen Vorrichtungen ausführliche Antworten geben wird.
Die Wehebachtalsperre wurde von 1977 bis 1981 gebaut und 1983 in Betrieb genommen. Sie ist die drittgrößte Talsperre des Nordeifelraumes und hat eine wesentliche Funktion im wasserwirtschaftlichen System der Eifel-Rur-Talsperren übernommen. Neben dem Hochwasserschutz des Wehebachtales und der unteren Inde bietet die Talsperre der Trinkwasserversorgung für den Großraum Aachen und Düren eine ideale Versorgungssicherheit. Das Absperrbauwerk besteht aus einem Felsschüttdamm mit einer auf der Wasserseite liegenden, kontrollierten Asphaltdichtung (zweilagige Asphaltdichtung mit zwischenliegender Drainageschicht). Als konstruktive Besonderheit wurde im Dammquerschnitt eine so genannte Bremszone eingebaut. Sie hat die Aufgabe, bei einer Beschädigung oder Zerstörung der bituminösen Asphaltaußendichtung – beispielsweise durch Erdbebeneinwirkung – die Dammdurchströmung auf das Abflussvermögen des Wehebaches zu begrenzen.
Bei unserer Freundeskreis-Veranstaltung am Mittwoch, 12. August, werden Marcus Seiler, Pressesprecher des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) als Betreiber der Talsperre, und Marcel Heuer, Betriebsstellenleiter der Wehebachtalsperre, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besondere Einblicke in die Talsperre gewähren. Seiler wird einen kurzen Überblick über das Talsperrensystem der Eifel in seiner Entstehung und seinen Funktionen geben und auch über anstehende Veränderungen informieren. Beispielsweise wird gerade im Rahmen des Projekts der Weheüberleitung ein rund fünf Kilometer langer Überleitungsstollen vom Hasselbach zur Wehebachtalsperre gebaut, der den Hochwasserschutz für Zweifall und Stolberg verbessern und die Trinkwassergewinnung für die Region stärken soll.

