18.08.2026
Schevenhütte derzeit fast von der Außenwelt abgeschnitten
Wasserrohrbruch, Straßensperrungen und die Verkehrssituation in Vicht sorgen aktuell dafür, dass die möglichen Wege aus Schevenhütte äußerst überschaubar geworden sind. Oder anders gesagt: Viel Auswahl bleibt uns gerade nicht mehr.
Wie die Stadt Stolberg in einer aktuellen Pressemitteilung mitteilt, ist die Nideggener Straße im Bereich der Ecke Hohlstraße aufgrund eines Wasserrohrbruchs derzeit vollständig gesperrt.
Von der Sperrung ist auch der Busverkehr der ASEAG betroffen. Die RegioNetz-Teams sind bereits vor Ort und arbeiten mit Hochdruck daran, den Schaden zu beheben. Nach aktuellem Stand geht die RegioNetz davon aus, dass die Nideggener Straße im Laufe des späten Abends wieder befahrbar sein wird.
Bis dahin gestaltet sich die Situation für Schevenhütte allerdings etwas abenteuerlich.
Wo kommen wir derzeit überhaupt noch raus?
- Nideggener Straße:
Wegen des Wasserrohrbruchs am Fuße der Hohlstraße komplett gesperrt. Kein Entkommen. - L12 / Hardthover Weg:
Man weiß es nicht genau. Barken stehen noch und man kommt ohne Probleme durch. Aber ist es legal? - Lamersiefen Richtung Vicht:
Auch diese Variante hilft derzeit nur sehr eingeschränkt weiter. Aufgrund der aktuellen Verkehrsführung in Vicht müsste man für die Fahrt Richtung Gressenich/Stolberg einen erheblichen Umweg über Zweifall, Breinig und Mausbach in Kauf nehmen. Also: theoretisch möglich – praktisch alles andere als eine normale Ausweichroute. - Süssendell:
Damit bleibt derzeit im Wesentlichen die Strecke über Süssendell als verbliebener „Fluchtweg“ aus Schevenhütte.
Schevenhütte – vorübergehend Insellage
Nach Baustellen, Umleitungen und Sperrungen der vergangenen Monate haben wir damit heute wohl einen neuen Höhepunkt erreicht: Schevenhütte ist zumindest verkehrstechnisch zeitweise beinahe von der Außenwelt abgeschnitten.
Mit einem kleinen Augenzwinkern könnte man sagen: Wer heute Nachmittag keinen zwingenden Grund hat, das Dorf zu verlassen, sollte vielleicht einfach hierbleiben.
Einen ernsten Gedanken möchten wir angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage allerdings hinzufügen:
Hoffen wir sehr, dass die Einsatzkräfte beim Waldbrand im Hürtgenwald derzeit keine weiteren Zubringer oder Versorgungsfahrzeuge über Schevenhütte benötigen. Gerade erst haben wir erlebt, wie wichtig freie und funktionierende Verkehrswege für Feuerwehr, THW, Polizei und andere Hilfskräfte sein können.
Die RegioNetz bittet alle Verkehrsteilnehmenden und insbesondere die von der Sperrung betroffenen Anwohner sowie Fahrgäste um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen.
Sobald uns neue Informationen zur Freigabe der Nideggener Straße vorliegen, werden wir entsprechend informieren.

